Soziale Netzwerke und ihre Tücken

Facebook, Instagram, Snapchat, What’s App, etc. – Jugendliche mögen sie, die Sozialen Netzwerke, und verbringen entsprechend viel Zeit damit: Etwas mehr als die Hälfte der Jugendlichen besuchen Soziale Netzwerke täglich oder mehrmals die Woche.

Soziale Netzwerke gehören zur Generation des Web 2.0. Das heisst: Der Nutzer ist nicht nur wie beim herkömmlichen Internet Konsument von Informationen, sondern auch Gestalter von Web-Inhalten – seien es Texte, Videos oder Fotos.

84 Prozent der Jugendlichen haben ein Profil

Besonders beliebt sind Soziale Netzwerke, weil sie die Möglichkeit bieten, mit Menschen von überall auf der Welt in Kontakt zu treten, solche mit gleichen Interessen zu finden und ohne Verzögerung, also in Echtzeit, mit ihnen zu kommunizieren. Wer sich mit dem eigenen Profil präsentiert, erhält sofort Rückmeldung, ob die Darstellung bei der «Online-Community» ankommt oder nicht. Dies ist besonders für Jugendliche attraktiv. So hat denn auch die Mehrheit von ihnen ein Profil in einem Sozialen Netzwerk: 84 Prozent sind es gemäss der JAMES-Studie 2010. Facebook ist Favorit.

Gefahren von Sozialen Netzwerken

Soziale Medien bergen auch Gefahren, wie zum Beispiel:

  • Fehlendes Bewusstsein über die Zugänglichkeit von Kommentaren, Fotos etc. für andere und damit verbunden die Gefahr von Datenmissbrauch. Einmal im Netz zirkulierende Bilder können kaum mehr gelöscht werden.
  • Online-Sucht
  • Ablenkung von den Hausaufgaben, wenn Jugendliche diese am Computer machen und gleichzeitig im Sozialen Netzwerk eingeloggt sind.
  • Unerwünschte Kontakte und sexuelle Übergriffe: Pädosexuelle können über Soziale Netzwerke Kontakt mit potenziellen Opfern aufnehmen.
  • Von anderen «Usern» bloss gestellt, beleidigt oder belästigt werden (Cyberbullying).

Tipps zum Schutz in Sozialen Netzwerken

  • Privatsphäre schützen: Über die Privatsphäre-Einstellungen definieren, wer welche Informationen des Profils einsehen kann.
  • Die Frage «Was zeige ich von mir?» besprechen, bevor Fotos und Infos im Internet publiziert sind. Darüber reden, welche privaten Informationen in welchem Kreis ausgetauscht werden können und welche Konsequenzen ein zu offener Umgang mit privaten Informationen haben kann. Wenn Fotos einmal im Netz sind, sind sie für immer im Netz!
  • Dritte können mit Informationen bewusst jemanden bloss stellen und demütigen (Cyber-Bullying). Grundsätzlich sollten keine peinlichen Bilder von sich oder anderen online gezeigt werden.
  • Die Jugendlichen anhalten, vor dem Veröffentlichen von Informationen zu überlegen, wer diese heute und möglicherweise in Zukunft einsehen wird.
  • Respekt vor der Privatsphäre: keine Fotos oder Videos anderer ohne deren Zustimmung hochladen.
  • Nur Freunde hinzufügen, die man selbst kennt.
  • Sichere Passwörter benutzen.
  • Altersbeschränkungen der Sozialen Netzwerke einhalten.
  • Nutzungsbedingungen des Sozialen Netzwerks vor dem Beitritt lesen.

Quelle: www.jugendundmedien.ch