Hier ein paar Informationen über Drogen und ihre Wirkung

Alkohol

Alkohol ist auf der Welt, die am meist verbreitetste Droge. Sie ist fast überall und begrenzt legal erhältlich.

Im Allgemeinen gilt, dass alkoholhaltige Getränke bis zu 5% Alkoholgehalt an Jugendliche ausgegeben werden dürfen, die mindestens 16 Jahre alt sind. Alles ab 5% Alkoholgehalt darf nur noch an Personen abgegeben werden die älter als 18 Jahre alt sind.

Läden, in denen Alkohol verkauft wird, sind grundsätzlich dazu verpflichtet, Jugendliche nach dem Ausweis zu fragen und werden zur Rechenschaft gezogen, sollten sie Alkohol außerhalb der legalen Grenzen ausgeben. Die Geldstrafen dafür liegen bei 300€ bis 50.000€.

Langzeitfolgen:

Bei häufigem Missbrauch besteht daneben ein hohes Risiko für eine Vielzahl schwerer psychischer und körperlicher Schäden, die mit erheblichen gesundheitlichen, sozialen und ökonomischen Einbussen einhergehen können. Und das nicht nur für den Betroffenen und sein unmittelbares privates und berufliches Umfeld, sondern für die ganze Gesellschaft.
Chronischer Alkoholmissbrauch schädigt in erster Linie die Leber, das Nervensystem sowie das Herzkreislaufsystem, führt zu Störungen des Hormonhaushaltes und schränkt die Fruchtbarkeit ein. Alkoholgenuss erhöht das Risiko an Krebs zu erkranken. Betroffen sind vor allem Mund, Rachen, Kehlkopf, Speiseröhre, Leber, Dickdarm und die weibliche Brust. So erhöht sich zum Beispiel das Risiko für Tumore des Rachens, des Kehlkopfes und der Mundhöhle bei Männern, bei einer täglichen Zufuhr von 25-49 g Alkohol (10 g Alkohol entsprechen rund 125 mL Wein oder 200 mL Alcopops) um das 3,5fache. Bei Frauen steigt das Risiko für diese Tumore bei einer Alkoholmenge von 10-20 g/Tag um den Faktor 4,6. Zur Erläuterung: 10 g Alkohol entsprechen rund 125 mL Wein oder 200 mL Alcopops.
Bei Schwangeren ist Alkoholmissbrauch die häufigste Ursache für eine Schädigung des ungeborenen Kindes durch äußere Einflüsse.

Nikotin

Wirkung:

Nikotin hat eine psychostimulierende Wirkung. Es fördert die Ausschüttung von Adrenalin und beschleunigt den Herzschlag. Die Hauttemperatur sinkt und es kommt oft zu stärkerem Schwitzen.

Langzeitfolgen:

Die bekannteste Langzeitfolge von Nikotinkonsum ist das hohe Risiko auf starke Lungenerkrankungen, wie zum Beispiel Lungenkrebs. Es kommt zu einem Leistungsabfall und zu Verengungen der Blutgefäße, was Folgen hat wie ein so genanntes "Raucherbein". So gut wie immer tritt starker Raucherhusten auf und es kommt zu chronischer Bronchitis. Außerdem erhöht sich das Risiko auf Herz- und Kreislauferkrankungen.

Shisha (Wasserpfeife)

Wirkung:

Eine direkte Rauschwirkung verursacht der Konsum von Shisharauch nicht. Allerdings ist er deutlich schwerer und dichter, als der einer einfachen Zigarette. Dadurch kann es zu Mangelerscheinungen von Sauerstoff kommen und es treten zunehmende Trägheit und Müdigkeit auf. Die Wirkung ist aber keinesfalls mit der von Canabis zu vergleichen.

Langzeitfolgen:

Der Konsum verursacht in erster Linie keine anderen Folgen, als bei jedem anderen üblichen Tabakkonsum. Allerdings wirkt sich der dichtere Shisharauch schneller und stärker auf die Lunge aus, als das Zigaretten rauchen.

Cannabis

Wirkung:

In erster Linie sind die unmittelbaren Risiken bei Cannabiskonsum psychischer Natur. Die negativen Wirkungen sind gewissermaßen das Spiegelbild der positiv empfundenen Effekte.

Es entstehen Angst und Panikgefühle, sowie Verfolgunswahn ("Horrortrip"). Der Konsument kann keinen klaren Gedanken mehr fassen ("Peilung verlieren") und es kommt zu "Filmrissen". Er neigt zur Überempfindlichkeit und fühlt sich ausgegrenzt ("in seinem eigenen Film gefangen"). Es können Schwindel, Übelkeit und Herzrasen auftreten, wodurch ein Kreislaufkollaps möglich ist.

Langzeitfolgen:

Nach aktuellem Kenntnissstand hinterlässt der Konsum von Cannabis keine dauerhaften Hirnschäden. Allerdings kann ständiger Konsum Auswirkungen auf das Konzentrationsvermögen haben, sowie auf die Aufmerksamkeits- und die Lernfähigkeit. Auch das Lungenkrebsrisiko wird deutlich erhöht. Der Rauch von Cannabis enthält, im Vergleich zu normalem Tabak noch mehr krebserregende Stoffe und Teer, die sich schädlich auf die Lungenfunktion auswirken. Es ist zur Zeit ebenfalls nicht auszuschließen, dass Cannabiskonsum in der Pubertät entwicklungsstörend wirkt.

Crack

Wirkung:

Crack wirkt stimmungsaufhellend und verleiht dem Konsumenten ein Gefühl der Energiegeladenheit. Er fühlt sich leistungsfähiger und hat einen verstärkten Redezwang und neigt zur Selbstüberschätzung. Es tritt unkontrolliertes Zittern und Zucken auf und kann zu Schwächegefühlen, Bluthochdruck, Hautjucken und Einsamkeitsgefühlen kommen. Schizophrenieähnliches Verhalten kann auftreten und das Umfeld wirkt feindseelig auf den Konsumenten. Die Wirkung hält nur 5 bis 15 Minuten an und unmittelbar nachdem sie aufhört kommt es zu heftigem Verlangen nach einem erneuten Rausch.

Langzeitfolgen:

Zu den Langzeitfolgen solcher Kokainprodukte gehören Stimmungsschwankungen, Wahnvorstellungen (z.B. kleine Tierchen kriechen unter der Haut), Depressionen, Veränderung der Persönlichkeit, Schädigung der Nasenschleimhäute (durch Schniefen) oder Schädigung der Lunge (durch Crack rauchen). Schon nach dem ersten Kokainkonsum ist das Verlangen nach einem neuen Rausch so hoch, dass ein Entzug fast unmöglich ist.

Heroin

Wirkung:

Heroin hat eine euphorisierende, schmerzlindernde und zugleich schlaffördernde Wirkung. Es wirkt atemdepressiv und kann in Verbindung mit beispielsweise Alkohol zum Atemstillstand mit Todesfolge führen.

Langzeitfolgen:

Bei dauerhaftem Konsum treten Persönlichkeitsveränderungen auf. Es können schwere Verdauungsstörungen auftreten, sowie Zahn- und Zahnfleischverlust, Schüttelfrost, Impotenz und eine starke Tendenz zur Dosissteigerung.

Ecstasy

Wirkung:

Ecstasy hat eine entspannende Wirkung auf den menschlichen Organismus. Es beginnt mit einem Kribbeln, der Mund trocknet aus und die Pupillen erweitern sich. Das Selbstvertrauen wird gestärkt und Hemmschwellen abgebaut, Berührungen und Musik werden stärker empfunden. Die Wirkung hält 4-8 Stunden lang. Der "Kater" hält bis zu 2 Tage.

Langzeitfolgen:

Über die Langzeitschäden von dauerhaftem Konsum, ist noch nicht all zu viel bekannt, allerdings besteht die Möglichkeit bei langfristigem Konsum, bleibende Hirnschäden davon zu tragen.

Speed (Pepp)

Wirkung:

Die Wirkung von Speed hält ca. 5 - 6 Stunden an. Es stimuliert das zentrale Nervensystem und wirkt wie körpereigenes Adrenalin. Dadurch kommt es zu einer gesteigerten Leistungsfähigkeit, erhöhter Körpertemperatur und einem verminderten Schmerzempfinden.

Langzeitfolgen:

Bei dauerhaftem Konsum des Rauschmittels treten häufig Herzrhythmusstörungen, Hautentzündungen, Magenschmerzen und Magendurchbruch, Potenzstörungen und Bluthochdruck auf.

Tipps an Eltern:

Eltern sollten grundsätzlich eine Vorbildfunktion für ihre Kinder haben und selbst wenn sie selber Rauchen oder Alkohol trinken, ihren Kindern erklären wie schädlich und gefährlich der Konsum von Rauschmitteln ist.

In Eschweiler gibt es eine Suchtberatungsstelle. Dort können sich Jugendliche oder Eltern beraten lassen:

 

Suchthilfe im Kreis Aachen - Suchtberatungstelle Eschweiler

Bergrather Str. 51-53

52249 Eschweiler

e-mail: info(at)sucht-ac.de

Telefonisch unter: 02403-883050

 

Alle Beratungen sind:

  • kostenlos
  • freiwillig
  • unterliegen der Schweigepflicht gemäß § 203 StGB

Homepage: www.sucht-ac.de 

Auch noch hilfreich: Drugcom und Mindzone